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Achtung: Anleihen lieber kurz statt lang.

Wie Sie jetzt am Rentenmarkt besser investieren.

 

Freitag, 26. März 2010:

Anleihen lieber kurz als langEin Engagement am Rentenmarkt sollten sich Sparer derzeit zweimal überlegen. Wer dennoch nicht auf den sicheren Anleihehafen verzichten möchte, sollte Bonds mit langer Restlaufzeit jedoch meiden.

 

Mit besonders üppigen Renditen lockt der Rentenmarkt derzeit nicht. Im Gegenteil: So kassieren Anleger, die dem Staat aktuell zehn Jahre lang einen Teil ihrer Ersparnisse anvertrauen, gerade mal eine jährliche Rendite von knapp 3,1 Prozent. Wer sich für Anleihen mit einer Restlaufzeit von drei Jahren entscheidet, wird gar mit einem Ertrag von mageren 1,4 Prozent abgespeist.

 

Möglicher Inflationsanstieg belastet Kurse

 

Dennoch sollten Anleiheinvestoren ihren Blick in erste Linie auf das kurze Ende richten. Der Grund: Anleihen mit kurzer Restlaufzeit weisen eine geringere Zinssensitivität auf als Bonds mit langer Laufzeit. Bei steigenden Zinsen fallen die Kursverluste somit geringer aus. Und: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen und somit auch die Renditen in den kommenden Monaten Boden gut machen werden, ist nicht zu unterschätzen. Die größte Gefahr besteht vor allem darin, dass die Inflation aufgrund der enormen Liquidität, die zur Stabilisierung der Finanzkrise in die Märkte gepumpt wurde, kräftig ansteigt – und die Europäische Zentralbank dann schon fast gezwungen wäre, die Leitzinsen anzuheben.

 

Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass künftig immer mehr Investoren sichere Staatspapiere zunehmend meiden werden. Und da auch am Rentenmarkt das Gesetz von Angebot und Nachfrage gilt, sind steigende Renditen und schrumpfende Kurse wahrscheinlich. Am Anleihemarkt bewegen sich Kurse und Renditen systembedingt entgegengesetzt. Vor allem die gigantischen Konjunkturpakete und der damit einhergehende Anstieg der Staatsverschuldungen könnten zu einigen Turbulenzen am sicheren Anleihehafen führen. Bedingung dafür ist jedoch, dass die Reinflationierungspolitik der Fed Früchte trägt und die Wirtschaft nachhaltig in Gang kommt. Dann werden Anleger sich sicherlich zweimal überlegen, ob sie ihre sicheren Bonds nicht in renditeträchtigere Investments umschichten sollten.

 

Mehr Anleihen – weniger Rendite

 

Die Flut neuer Anleihen wird die Kurse am Rentenmarkt ebenfalls eher belasten statt beflügeln. Schätzungen von Barclays zufolge wird das US-Emissionsvolumen 2010 auf den Rekordbetrag von 2,5 Billionen Dollar anschwellen. Zum Vergleich: 2008 wurden gerade mal festverzinsliche US-Papiere im Wert von 631 Millionen Dollar auf den Markt gebracht.

 

Auch die europäischen Staaten müssen angesichts der krisenbedingten Belastungen im laufenden Jahr weiterhin kräftig den Kapitalmarkt anzapfen. Während 2009 Anleihen im Wert von rund 900 Millionen Euro platziert worden waren, prognostiziert die Commerzbank für das laufende Jahr ein Emissionsvolumen der Euroraum-Staaten von 1 Billion Euro. Gute Nachrichten für Anleiheinvestoren hören sich anders an.

 

 

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