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Branchenreport

Luxus läuft wieder


Luxus laeuft wiederDie Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch vor der erfolgsverwöhnten Luxusgüterbranche nicht Halt gemacht. Mittlerweile ist der Sektor jedoch wieder auf den langfristigen Wachstumspfad zurückgekehrt. Vor allem dank der aufstrebenden Volkswirtschaften überzeugen auch die weiteren Wachstumsaussichten.

 

Ein Blick auf die jüngsten Quartalsberichte signalisiert ganz deutlich: Die Luxusgüterbranche hat die Finanz- und Wirtschaftskrise hinter sich gelassen. So erzielte der französische Luxusgüterkonzern LVMH mit seinen insgesamt 57 Marken im dritten Quartal einen Umsatz in Höhe von 5,11 Milliarden Euro. Damit übertraf der Branchenprimus nicht nur den Vorjahreswert um 23 Prozent, sondern auch die Markterwartungen in Höhe von 4,8 Milliarden Euro. Gute Stimmung herrscht auch beim Schweizer Konkurrenten Richemont. Mit 3,3 Milliarden Schweizer Franken setzte der Konzern zwischen März und September rund 37 Prozent mehr um als im Vorjahr. Unterm Strich verdienten die Eidgenossen mit 644 Millionen Franken gar 88 Prozent mehr als 2009.

 

Glänzende Aussichten


Auch für das Gesamtjahr 2010 und darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Nachfrage zu rechnen. Laut der US-Beratungsfirma Bain & Company kletterten die globalen Umsätze 2010 um 10 Prozent auf 168 Milliarden Euro, während die Experten im kommenden Jahr gar einen Anstieg auf 173 bis 176 Milliarden Euro prognostizieren.

 

Sollte der globale Wirtschaftsmotor jedoch erneut ins Stocken geraten, müsste diese Prognose wohl korrigiert werden. Denn die Finanz- und Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass auch die Luxusgüterbranche nicht immun gegen konjunkturelle Verwerfungen ist. Schließlich schrumpften die globalen Erlöse mit Schmuck, Lederwaren und edlen Uhren 2009 um 8 Prozent auf 153 Milliarden Euro.

 

Langfristig könnten die Wachstumsaussichten der Branche jedoch kaum besser sein. Grund: Nach Angaben des World Wealth Reports von Capgemini wird das Gesamtvermögen der weltweiten Dollar-Millionäre bis 2013 auf 48,1 Billionen Dollar ansteigen. Gegenüber 2008 entspräche dies einem Zuwachs von etwa 46 Prozent.

 

Kräftiges Wachstum in den Emerging Markets...


Nicht nur der kräftige Vermögenszuwachs der äußerst wohlhabenden Klientel spielt den Luxusgüterkonzernen in ihre Karten, sondern auch die rasant wachsende Mittelschicht in Asien - allen voran in China -, die ihren neuen Wohlstand gerne zur Schau stellen. Wie wichtig etwa Chinesen die jeweilige Mark ist, zeigt der „Chinese Consumer Report 2009". Demnach ist etwa jedem dritten Chinesen unter 40 Jahren die Marke eines Produkts wichtiger als der Preis. Nicht von ungefähr erwarten Experten daher, dass bereits 2015 in den Sparten Schmuck, Uhren und Kosmetik knapp 30 Prozent der weltweit produzierten Luxusgüter im Reich der Mitte über die Ladentheke gehen werden. Bereits 2010 kletterten die Umsätze mit Luxusgütern in China mit einem Anstieg von 30 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar überproportional.

 

...beflügelt die Aktienkurse


Die großen Luxusgüterunternehmen haben sich bereits entsprechend positioniert - und profitieren daher von der neuen Lust nach Luxus in den Emerging Markets. So fährt der weltweit größte Luxusgüterkonzern LVMH bereits 34 Prozent seiner Erlöse in den aufstrebenden Volkswirtschaften ein. Mitbewerber Richemont setzt in den prosperierenden Schwellenstaaten sogar schon 47 Prozent der Konzernerlöse um. Die Chancen, dass sich die Aktien der Luxusgüterkonzerne auch künftig besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt, stehen demnach nicht schlecht. Bereits in der Vergangenheit hat sich der 20 Werte umfassende World Luxury Index sowohl kurz- als auch mittelfristig besser entwickelt als der MSCI World Index.

 



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