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Hochwertige Beratung muss nicht teuer sein

 

Hochwertige BeratungFür die meisten Anleger scheint die Sache klar: Wenn es um Finanzen geht, bleibt für sie nur der Weg zur Bank oder Sparkasse. Ein Irrtum, der eventuell teuer werden kann! Auch wer keine sechsstellige Summe auf der hohen Kante hat, kann sich neutrale und unabhängige Finanzberatung leisten  - etwa mit den Fonds bankenunabhängiger Vermögensverwalter.

 

 

Die Finanzkrise hat das Vertrauen in die Banken erschüttert. Viele fragen sich, wie objektiv der Bankberater auf der anderen Seite des Tisches wirklich ist.  Für diese Verunsicherung  sorgte auch das Verhalten der Banker selbst, die zum Teil mehr den Verkauf bestimmter Finanzprodukte im Sinn hatten als das Wohlergehen ihrer Kunden. Anlegeranwalt Klaus Nieding weiß, warum das so ist: Bankberater orientierten sich weniger daran, was für die Kunden richtig sei, sondern eher daran, wie hoch ihre Provision ausfalle, so der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

 

Zwei Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise hat sich daran offenbar noch nichts grundlegend geändert. So hat die Zeitschrift „Finanztest" jüngst die Anlageberatung von 21 Banken untersucht und ein wenig schmeichelhaftes Urteil gefällt, denn in 85 Prozent der Fälle kassierten die Banker für die Anlageberatung die Note „ausreichend" oder „mangelhaft". Wichtigste Kritik: Die Ziele und die Ausgangssituationen der Kunden spielten bei der Auswahl der Produkte kaum eine Rolle. Mit fatalen Folgen, wie eine Studie des Verbraucherschutzministeriums zeigt: Demzufolge belaufen sich die Vermögensschäden auf Grund mangelhafter Finanzberatung in Deutschland auf 20 bis 30 Milliarden Euro im Jahr.

 

Objektivität ist gefragt


Umso gefragter wird die unabhängige, objektive Finanzberatung durch bankenunabhängige Vermögensverwalter werden, die sich strikt an den Interessen der Kunden orientiert. In der Schweiz haben solche Vermögensverwalter einen Marktanteil von fast einem Drittel. „In Deutschland liegt ihr Anteil bislang bei übersichtlichen drei Prozent", sagt Jens Hagemann, Vorstandsprecher der V-Bank, die ausschließlich Dienstleistungen für die insgesamt 600 Finanzportfolioverwalter anbietet, wie die Berufsbezeichnung im Sprachgebrauch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) offiziell lautet. Doch das könnte bald mehr werden: Knapp die Hälfte der im Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VUV) organisierten Experten verzeichneten während der Finanzkrise mehr Anfragen von Neukunden, so der Verband.

Dass keine strukturellen Interessenkonflikte zwischen Vermögensverwaltern und ihren Kunden entstehen, liegt daran, dass eine provisionsgetriebene Beratung bei der unabhängigen Vermögensverwaltung nicht existiert. Möglich macht dies die jährliche Verwaltungsgebühr in Höhe von einem bis 1,5 Prozent der Anlagesumme, die ein Anleger an den Verwalter zahlt, wenn er diesem ein Mandat erteilt. „Dadurch sind unabhängige Vermögensverwalter nur den Interessen und Zielen ihrer Kunden verpflichtet", sagt Gottfried Urban, Vorstand der Neue Vermögen AG in Traunstein.

Wer glaubt, diese Dienstleistung sei deutlich teurer als bei klassischen Banken, irrt. Denn dort werden die fälligen Gebühren und Provisionen in der Regel in den Produkten versteckt; zudem erfahren die Anleger nicht, wie hoch die Provision ist, die ein Berater beim Verkauf eines bestimmten Produktes einstreicht - und damit erschließt sich ihnen auch nicht, wie stark sein Motiv ist, es zu empfehlen. Vermögensverwalter sehen sich zudem mit einem weiteren Vorurteil konfrontiert: „Viele Anleger glauben, dass eine Vermögensverwaltung nur etwas für Reiche sei. Das ist aber nicht der Fall. In unserem Haus etwa ist eine standardisierte Vermögensverwaltung bereits ab 25.000 Euro möglich", sagt Christian Gruhn von der SVA Vermögensverwaltung Stuttgart GmbH.

 

Fonds für kleines Geld


Zudem haben viele dieser Finanzprofis eigene Fonds aufgelegt, die wie eine Vermögensverwaltung funktionieren und in alle Anlageklassen investieren können. In diesen Fonds landet nur, was der Vermögensverwalter - ohne jeden Verkaufszwang einer Institution - für gut befindet. Der Clou: Für etliche Fonds gibt es Sparpläne ab 50 Euro monatlich. Mehr Informationen über die Fonds von bankenunabhängigen Vermögensverwaltern bietet die Website des Branchenverbands (www.vuv.de ) unter der Rubrik „Fonds".

 



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