Suche

Suche
 
.

Mit der richtigen Strategie zum Vermögen


Mit Strategie zum VermögenWer ein Vermögen aufbauen will, kommt an Wertpapieren kaum vorbei. Doch dafür brauchen Anleger eine durchdachte Strategie und einige Geduld.

 

Wer sich bei der Altersvorsorge nicht nur auf die gesetzliche Rentenversicherung verlassen will, steht vor der Wahl: Entweder man nimmt niedrige Sparzinsen hin oder setzt das Geld zumindest teilweise den Wagnissen der Finanzmärkte aus. Doch nach einem Jahrzehnt des wilden Auf und Ab an den Aktienmärkten sowie nach dem massiven Kurseinbruch im Jahr 2008 sind viele Privatanleger verunsichert: Sollen sie sich wirklich wieder auf Aktien & Co einlassen?

 

Auf jeden Fall, mein Professor Max Otte, Autor der Bücher „Investieren statt sparen" und „Der Crash kommt". Der bekennende Value-Investor hält niedrig bewertete und substanzhaltige Aktien auch in unsicheren Zeiten für unverzichtbar. Aktien seien Investitionen in ein Realvermögen und gehörten in Phasen, in denen das Vertrauen in die Stabilität des Finanzsystems bröckelt, ins Depot. Doch nicht nur Aktien bergen Risiken und Chancen - auch mit Anleihen ließen sich in den vergangenen Jahren erhebliche Kursgewinne erzielen.

Wer investieren will, sollte sich bei ihren Entscheidungen jedoch nicht von den jüngsten Marktentwicklungen leiten lassen. Wichtig ist vielmehr eine Strategie, die die Risiken minimiert, ohne die Chancen wesentlich zu schmälern und zudem zur Persönlichkeit des Anlegers passt. Unabhängig vom konkreten Produkt gehören folgende Punkte zu dieser Strategie:

 

  • Möglichst früh anfangen und dabeibleiben: Je früher man mit der Geldanlage beginnen kann, desto besser. Wer 30 Jahre lang monatlich 250 Euro zurücklegt, die über die Jahre hinweg eine durchschnittliche Rendite von fünf Prozent abwerfen, hat am Ende vor Steuern fast 205.000 Euro zur Verfügung. Beträgt die Spardauer 15 Jahre, kommen nur gut 66.000 Euro zusammen. Um in der kürzeren Zeitspanne 205.000 Euro zu erreichen, müssten pro Monat fast 770 Euro angespart werden.

  • Über mehrere Anlageklassen streuen: Bei einer langfristigen Geldanlage, die sich über 20, 30 Jahre oder mehr erstreckt, wird es immer Phasen geben, in denen eine Anlageklasse - Aktien, Anleihen, Immobilienfonds - erheblich besser oder schlechter läuft als andere. Wer über diese Anlageklassen streut, reduziert das Risiko und kann zudem den Abschwung in einer Anlageklasse besser verschmerzen als jemand, der alles auf eine Karte setzt. Als Faustregel für den Aktienanteil im Depot gilt die Formel „100 minus Lebensalter". Ein 40-Jähriger sollte also nicht mehr als 60 Prozent Aktien im Depot haben.

  • Produkte mit Diversifikation wählen: Aktie oder Aktienfonds - was ist besser? Wer nicht selbst die Expertise hat, aussichtsreiche Papiere auszuwählen, ist mit Aktienfonds besser beraten", sagt Klaus Hinkel, Vorstand der Vermögensverwaltung Artus Direct Invest mit Sitz in Düsseldorf. Gleiches gelte auch für Anleihen. Denn mit einem Fonds streuen Anleger ihr Geld auf Dutzende von Wertpapieren und mindern so das Risiko eines Fehlgriffs.

  • Kursschwankungen zum eigenen Vorteil nutzen: Wer kontinuierlich in einen Fonds spart, der im Wert schwankt, kann von diesen Schwankungen dank des Durchschnittskosten-Effekts (Cost-Average-Effekt) profitieren. Voraussetzungen: Der Sparplan läuft möglichst lange und es wird stets eine fixe Summe Geldes investiert. „In diesem Fall kauft der Anleger in Zeiten schwacher Märkte viele Anteile und wenige, wenn die Kurse gestiegen sind", so Hinkel. Im Endeffekt hat der Fondssparer damit mehr Anteile im Depot, als wenn er immer die gleiche Anzahl an Anteilen gekauft hätte.

Welche Vorteile der Cost-Average-Effekt konkret bieten kann, lässt sich leider erst ex post sagen. Dennoch können damit auch konservative Anleger, die per Sparplan in einen Fonds einzahlen, einen stärkeren Akzent auf Aktien legen, da diese naturgemäß stärker schwanken als etwa die Kurse von Staatsanleihen. Freilich gibt es eine Bedingung, damit der Cost-Average-Effekt tatsächlich zum Vorteil wird: „Der Anleger sollte den im Fonds angesparten Betrag nicht in der Baisse, sondern in einem Börsenaufschwung verkaufen", so Hinkel.

 

 

 

 



.
.

xxnoxx_zaehler