.

Gold:
Glänzende Aussichten

 

Mittwoch, der 05. Mai 2010:
Gold: Glänzende AussichtenWeshalb der Kurs des schimmernden Edelmetalls in den kommenden Jahren einen kräftigen Preisanstieg verzeichnen könnte:


Nach Gründen, weshalb die Aktienmärkte in den kommenden Monaten kräftig Federn lassen könnten, muss nicht lange gesucht werden. Im Gegenteil: Zum einen ist fraglich, ob die Wirtschaft bereits tatsächlich das Schlimmste überstanden hat.

 

Zu befürchten ist dabei vor allem, dass die südeuropäische Schuldenproblematik das Wachstum bremsen könnte. Und zwar vor allem dann, wenn sich herausstellt, dass die zugesagten Finanzhilfen an Griechenland nicht ausreichen – und weitere Milliarden Euro zur Sanierung benötigt werden. Ein möglicher Inflationsanstieg schwebt ebenfalls wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Expertenmeinungen zufolge droht vor allem aufgrund der gigantischen Staatsverschuldungen zahlreicher Industrienationen und der nach wie vor enorm hohen Liquidität im Markt ein kräftiger Anstieg der Teuerungsrate.


Sicherer Goldhafen

Dass der Goldkurs auf Jahressicht über 30 Prozent an Boden gut machte, überrascht aufgrund der potenziellen Gefahren nicht. Denn in turbulenten Zeiten steuern Anleger traditionell den sicheren Goldhafen an. Schon in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stellte das schimmernde Edelmetall seine Qualitäten als Krisenwährung unter Beweis. Während die beiden Ölkrisen die Inflation auf rund 8 Prozent katapultierte, versiebenfachte sich parallel dazu der Goldpreis – und erklomm Anfang der 80er Jahren mit rund 850 US-Dollar je Unze einen neuen Höchststand.

 

Aktuell zahlen Anleger pro Unze einen Preis von knapp 1200 US-Dollar – Tendenz steigend. Die Gründe: Zum einen bringen die Notenbanken Fantasie in den Goldkurs. Während sie in der Vergangenheit vor allem auf der Verkäuferseite aktiv waren, traten sie zuletzt vermehrt als Käufer auf. So erhöhte die indische Notenbank mit dem Kauf von 200 Tonnen Gold ihren Gold-Anteil an den gesamten Devisenreserven von knapp 4 auf rund 6 Prozent. Auch die chinesische Zentralbank richtet ihren Fokus zunehmen auf das begehrte Edelmetall. Seit Mitte 2003 hat das Reich der Mitte seine Goldvorräte um 454 auf 1054 Tonnen nach oben geschraubt – und spielt nun mit dem Gedanken, in den nächsten drei bis fünf Jahren die Bestände auf 6000 Tonnen fast zu versechsfachen. Dies entspräche jeweils 40 Prozent der jährlichen Goldminenproduktion.


Goldreserven schrumpfen

Die Tatsache, dass die Minenproduktion schon seit Jahren nicht mehr die Nachfrage bedienen kann, spricht ebenfalls für einen weiteren Goldpreisanstieg. Zumal die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Trend in den kommenden Jahren wieder drehen wird, äußerst gering ist. Denn zum einen haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren versäumt, neue Minen zu erschließen. Auf der anderen Seite neigen sich die globalen Goldreserven ohnehin langsam aber sicher dem Ende. Laut dem United States Geological Survey (USGS) schlummern weltweit nur noch 42 000 Tonnen des Edelmetalls unter der Erdoberfläche.

 

Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach physisch besicherten Gold-ETFs in den letzten Jahren kräftig angestiegen ist. Während 2008 noch 321 Millionen Tonnen in die Goldfonds flossen, waren es im vergangenen Jahr bereits 595 Millionen Tonnen. Noch viel wichtiger für die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch die Schmuckindustrie, die mit Abstand den größten Goldbedarf hat. Zwar ist im Zuge der Krise die Schmucknachfrage deutlich gesunken. Doch langfristig stehen die Chancen gut, dass die Schmucknachfrage das Niveau von vor der Krise sogar übertreffen könnte. Grund: Vor allem in asiatischen Staaten – allen voran in Indien – spielt Gold als Statussymbol eine weitaus größere Rolle als im Westen. Und da der Wohlstand in vielen asiatischen Volkswirtschaften in den kommenden Jahren weiter ansteigen sollte, wird wohl auch Gold stärker nachgefragt werden.

 

Anleger haben nun verschiedene Möglichkeiten, in das begehrte Metall zu investieren. Neben Aktien von Minengesellschaften, bieten sich auch breit gestreute Aktienfonds oder passiv gemanagte Goldfonds an. Alternativ können Sparer auch physisches Gold erwerben. Die Barren reichen von 1 bis 1000 Gramm und können entweder direkt bei einem Goldhändler oder einer Bank erworben werden. Anleger sollten dabei jedoch beachten, dass aufgrund der Lager- und Transportkosten die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis vor allem bei kleinen Barren recht hoch ist.

 

 

Weitere Beiträge aus dem MANO Finanz-Blog ...

 

 



Kommentar zu Finanz-Blog: Gold. Glänzende Aussichten.?

Kommentar schreiben:





Sind Sie ein Mensch? Aus Gründen der Sicherheit ist dieses Formular mit einem Spamschutz versehen. Damit Sie dieses Formular absenden können, müssen Sie die hier abgebildete Kennzahl in das Feld darunter eintragen. Zugangs-Code für Formular-Übertragung


.
.

xxnoxx_zaehler