Suche

Suche
 
.

Die Folgen der Finanzkrise:

Anleger misstrauisch, Banken müssen umdenken.

 

Beratung in der BankDienstag, 19. Januar 2010:

Die jüngsten Konjunkturdaten und Prognosen signalisieren, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise das Schlimmste überstanden hat. In den Köpfen der Marktteilnehmer ist die schwerste Rezession nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch noch nach wie vor präsent – schließlich schlitterten im Zuge der Krise zahlreiche Geldinstitute in die Insolvenz.

 

Dass sowohl bei Banken als auch bei Anlegern ein Umdenken stattgefunden hat, überrascht daher nicht wirklich. Zum einen hat das Vertrauen in die Bankenwelt massiv gelitten. Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK zufolge haben mit 43,1 Prozent der mehr als 1000 Befragten kein Vertrauen mehr in deutsche Kreditinstitute. Zudem monieren in etwa 25 Prozent, dass sie sich während der Krise allein gelassen gefühlt haben – und sich mehr Unterstützung und Aufklärung vom eigenen Bankberater gewünscht hätten. Besserung ist nicht in Sicht: Laut einer Forsa-Umfrage glauben 80 Prozent, dass sich Banken heute nicht anders verhalten als vor der Krise.


Investoren und Anleger sagen: Sicherheit geht vor.

 

Hinzu kommt, dass Investoren nun vermehrt auf Nummer sicher gehen. Laut einer Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands ist für 75 Prozent der Befragten die Sicherheit der Anlage „sehr wichtig“, während die Rendite nur für 26 Prozent eine entscheidende Rolle spielt.

 

Dass Garantie-Anlagen wie beispielsweise Kapitalschutz-Zertifikate an Bedeutung gewinnen, ist daher die logische Konsequenz. Deren Marktvolumen kletterte von 52 Prozent in 2005 auf aktuell 66 Prozent.

 

Der Trend, die Geschäfte seiner Bank zu hinterfragen, hat durch die Finanzkrise ebenfalls weiter an Fahrt aufgenommen. Der Forsa-Umfrage zufolge würden 59 Prozent der Befragten gerne wissen, wie die Bank ihre Ersparnisse anlegt.

 

Den Wunsch nach mehr Transparenz will nun Noa-Bank-Gründer Francois Jozic erfüllen, der im November die Noa Bank gründete. Statt riskante Spekulationsgeschäfte einzugehen, fließen die Kundengelder der im November gegründeten Bank in Form von Krediten direkt an kleine und mittelständische Unternehmen. Dabei liegt es in der Hand der Kunden, welche Art von Unternehmen mit ihren Einlagen finanziert werden sollen.


Beratung gegen Bares - der neue Trend?

 

Da viele Sparer mit den Anlageempfehlungen ihrer Bankberater schlechte Erfahrungen gemacht haben, ist nicht auszuschließen, dass aufgrund der Krise auch die Honorarberatung auf dem Vormarsch ist:

 

Neben der Quirin Bank, die hierzulande als erstes Institut diesen Weg eingeschlagen hat, ist mittlerweile auch Cortal Consors und seit November 2009 die Commerzbank-Tochter comdirect auf den Honorarberatungszug aufgesprungen. Unter dem Namen Anlageberatung PLUS offeriert die Bank nun eine kostenpflichtige Beratung. Die monatliche Gebühr beträgt dabei 0,05 Prozent des Anlagevolumens, mindestens aber 24,90 Euro.

 

Im Gegenzug fließen die „Kickbacks“ an die Kunden. Das schafft Vertrauen, da nur so eine unabhängige und produktneutrale Beratung gewährleistet ist. Bei den „Kickbacks“ handelt es sich um Vertriebsprovisionen, die vom Produktanbieter – beispielsweise eine Fondsgesellschaft – an Banken oder Vermögensverwalter gezahlt werden. Dass sich dieses System durchsetzen kann, zeigt ein Blick in die USA. Dort weist die Honorarberatung bereits einen Marktanteil von 15 bis 20 Prozent auf.

 

 

Weitere Blog-Beiträge zum Thema Kredite ...

Alle Beiträge im MANO Finanz-Blog: Zur Übersicht ...

Zinsvergleiche - so spart man heute ...

 



Kommentar zu Finanz-Blog: Die Folgen der Finanzkrise?

Kommentar schreiben:





Sind Sie ein Mensch? Aus Gründen der Sicherheit ist dieses Formular mit einem Spamschutz versehen. Damit Sie dieses Formular absenden können, müssen Sie die hier abgebildete Kennzahl in das Feld darunter eintragen. Zugangs-Code für Formular-Übertragung


.
.

xxnoxx_zaehler