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Tagesgeld: Immer noch eine Überlegung wert.
Wo Sie nach wie vor attraktive Renditen finden.
Mittwoch, 31. März 2010:
Seit Monaten kennen die Zinssätze für Tagesgeldkonten nur eine Richtung; abwärts. Einige Anbieter locken jedoch nach wie vor mit vergleichsweise attraktiven Angeboten.
Die Zeiten, in denen Tagesgeldanbieter mit Zinssätzen von über 3 Prozent auf Kundenfang gehen, gehören längst der Vergangenheit an. Im Gegenteil: Seit Monaten werden die Konditionen sukzessive nach unten geschraubt. Laut dem FMH-Index kassieren Sparer bei einer Einlagensumme von 5000 Euro mittlerweile nur noch einen durchschnittlichen Zinssatz in Höhe von 1,17 Prozent. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von rund 1,1 Prozentpunkte.
Niedrige Tagesgeldkonditionen kommen nicht von ungefähr
Die Gründe für die mageren Konditionen sind vielschichtig. Zum einen vertrauen sich die Banken wieder untereinander — und leihen sich gegenseitig Geld. Nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers waren die Kreditinstitute hingegen auf Kundengelder angewiesen, da kein Bankinstitut dem anderen über den Weg traute. Hinzu kommt, dass die Notenbanken im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise rund um den Globus zig Milliarden in die Märkte gepumpt haben. Liquidität ist also reichlich vorhanden. Einige Tagesgeldanbieter wie beispielsweise die ING-Diba oder die GarantiBank haben ihre Werbebudgets daher bereits kräftig heruntergefahren.
Die Tatsache, dass der europäische Leitzins — das ist der Zinssatz, den Banken zahlen müssen, wenn sie sich Geld bei der Europäischen Zentralbank leihen — bereits seit Mai 2009 mit 1,0 Prozent auf sehr niedrigem Niveau verharrt, lässt die Zinssätze für Tagesgeldkonten ebenfalls nicht in den Himmel wachsen.
Attraktive Ausnahmen
Die Angebote einiger Banken können sich dennoch sehen lassen. So kassieren Sparer mit dem Tagesgeldkonto der noa Bank immerhin einen Zinssatz von 2,2 Prozent. Das klingt zunächst zwar ebenfalls nicht besonders verlockend. Auf der anderen Seite liegt die Inflation mit 1,1 Prozent auf niedrigem Niveau. Unter Strich winkt also eine reale Rendite von 1,1 Prozent. Ein Ertrag, von dem Sparbuch-Anleger nur träumen können. Welche Bank bei welcher Sparsumme die höchsten Zinsen bietet, finden Sie übrigens hier heraus:
http://www.mano-dienste.de/finanz-zinsvergleiche/tagesgeld/tagesgeld-vergleich-rechner/.
Flexibel bleiben
Ein Festgeldkonto sollten Anleger derzeit allerdings meiden. Grund: Sobald die Notenbanken anfangen, ihre Liquiditätshilfen einzusammeln, wird die Bedeutung der Kundengelder wieder ansteigen — und mit ihr die Tagesgeld-Zinssätze. „Wenn die EZB ihre Liquiditäts-Subventionen beendet, werden einige Banken ihre Einlagenzinsen erhöhen müssen“, prognostiziert Bertil Bos, Deutschland-Chef der Bank of Scotland. Mit anderen Worten: Wer jetzt seine Ersparnisse für einen längeren Zeitraum zu einem festen Zinssatz anlegt, hat bei den zu erwartenden Zinserhöhungen — sowohl für Tages- als auch für Festgeldkonten — das Nachsehen.
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