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Finanz-Blog Special | Vorsorge für Kinder - Teil 3:

Versicherer sind nicht erste Wahl!

 

Vorsorge für Kinder: VersicherungenMontag, 15. Februar 2010:

Wenn es um die finanzielle Vorsorge für ihr Kind geht, denken die meisten Menschen an ein bestimmtes Produkt: die Ausbildungsversicherung. Doch diese Fixierung kann teuer kommen:

 

Die Versicherungsindustrie hat viel Geld ins Marketing gesteckt, um die Ausbildungsversicherung im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Auch jetzt wird sie nicht müde, die Vorteile zu betonen. In einer Broschüre beschreibt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft die Police so: „Eine Ausbildungsversicherung ist sinnvoll, wenn Eltern die Ausbildung ihres Kindes finanziell absichern wollen. (…) Sie sollte möglichst früh abgeschlossen werden, im Idealfall schon im ersten Lebensjahr des Kindes.“ Auf diese Weise ließe sich ein teures Studium oder eine kaum weniger kostspielige Ausbildung zum Meister finanziell auf sichere Füße stellen.

 

Versichert wird bei dieser Police nicht das Kind, sondern ein Elternteil. Stirbt der Versicherte – Mutter oder Vater – während der Laufzeit der Police, ist das Kind finanziell abgesichert. In diesem Fall müssen keine Beiträge mehr gezahlt werden, doch das Kind bekommt zum vereinbarten Termin die volle Leistung ausgezahlt.

 

Dennoch raten viele Verbraucherschützer von diesen Policen ab: Das Rundum-Sorglos-Paket ist nichts anderes als eine gewöhnliche Lebensversicherung – mit meist niedriger Rendite und teuer erkauftem Schutz für den Todesfall. So warnt der Bund der Versicherten (BdV), eine Selbsthilfe-Organisation der Versicherungskunden, vor diesen Policen. „Die Rendite ist noch mäßiger als bei einer normalen Lebensversicherung“, sagt BdV-Geschäftsführerin Lilo Blunck. Auf Basis der garantierten Auszahlungsbeträge verzinsten sich die Beiträge meist mit weniger als einem Prozent. Selbst wenn man die „völlig unverbindlichen Überschüsse“ einbeziehe, rangiere die Rendite oft weit unter drei Prozent.

Bei Lebensversicherungen wird die Versicherung eines Todesfalls mit einem Sparvorgang gekoppelt. Nach Ansicht des BdV ergibt dies wenig Sinn, denn eine Versicherung des Todesfalls über eine reine Risikolebensversicherung sei deutlich günstiger: Sie komme nur auf fünf Prozent der Kosten, die für die gesamte Kapitallebensversicherung aufgewandt werden müssen, zahle aber im Todesfall dieselbe Summe aus.

Fazit, so Blunck: Es ist besser, Versicherung und Sparanlage voneinander zu trennen.

 

Zweitens führt die Sparanlage nur selten zu einer attraktiven Rendite. Mit verantwortlich dafür sind die Abschlussprovisionen, die sich die Versicherer sofort genehmigen, wenn die Unterschrift unter dem Vertrag trocken ist, sowie die Verwaltungskosten. Dieses Geld wird nicht angelegt und verzinst sich daher auch nicht. Was viele nicht wissen: Die angegebene Rendite einer Lebensversicherung bezieht sich nicht auf die Beiträge, sondern auf das, was übrigbleibt, nachdem Kosten für das Todesfallrisiko sowie Provisionen und Verwaltungskosten abgezogen werden.

Verbraucherschützer gehen davon aus, dass nur etwa 70 Prozent der Beiträge angespart werden. Besonders renditeschwach werden solche Verträge nach Aussagen des BdV, wenn diese von den Großeltern abgeschlossen werden. Der Grund: Wegen des hohen Alters des Versicherten sind die Beiträge extrem hoch.

 

Familien, die Hinterbliebene für den Fall des Todes des Ernährers absichern wollen, sollten daher auf eine Risikolebensversicherung setzen und separat davon Geld ansparen. Welche Sparformen dafür in Frage kommen, lesen Sie in den folgenden Beiträgen des Finanz-Blog Specials „Vorsorge für Kinder“.

 

 

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