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Griechische Anleihen:
Überschaubares Risiko.

 

Mittwoch, 07. April 2010:

Griechland Anleihen: Überschaubares Risiko.Nachdem es die Hellenen mit ihren Staatsfinanzen bereits in der Vergangenheit nicht immer so genau genommen haben, sorgten die Griechen Ende 2009 erneut für einen Eklat. Statt der ursprünglich gemeldeten 3,7 kletterte das Staatsdefizit auf 12,7 Prozent der Wirtschaftsleistung. Dennoch können Anleger einen Blick auf den Mittelmeerstaat riskieren.

 

Geschafft. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die Regierungschefs der Europäischen Währungsunion auf einen Rettungsplan für die in finanzielle Schieflage geratenen Griechen geeinigt. Sollten die Hellenen Probleme bei der Refinanzierung am Kapitalmarkt bekommen, greifen sowohl der Internationale Währungsfonds als auch die Euro-Staaten Griechenland unter die Arme.

 

Drastische Sparmaßnahmen.


Das Rettungspaket gilt jedoch nur für den Notfall. Um die Staatsfinanzen wieder in den Griff zu bekommen und die Verschuldung auf den vom Maastricht-Vertrag vorgeschriebenen Wert von maximal 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken, kündigten die Griechen bereits drakonische Sparmaßnahmen an.

 

So sollen beispielsweise die Löhne des öffentlichen Dienstes kräftig gesenkt, das Steuersystem, die Pensions- und Gesundheitskassen reformiert und die Bankenaufsicht gestärkt werden. Das Ziel: Schon im laufenden Jahr soll das Defizit von 12,7 auf 8,7 des BIP schrumpfen, während in drei Jahren bereits die Maastricht-Vorgabe von 3 Prozent des BIP erreicht werden soll.

 

Kräftiger Renditeaufschlag.

 

Die Chancen, dass die Hellenen vor allem die ausstehenden Anleihen mit kurzer Restlaufzeit bedienen können, stehen also gut. Und falls dennoch Zahlungsschwierigkeiten auftreten, greift das Rettungspaket. „Ich glaube nicht, dass das Land bankrott geht. Im Zweifel wird dem Land geholfen werden“, meint auch Asoka Wöhrmann, Mitglieder der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft DWS.

 

Der Markt neigt jedoch nach wie vor zur Vorsicht. Wie skeptisch Anleger die Situation der Griechen einschätzen, zeigt ein Blick auf die Renditen der Anleihen. So werfen griechische Bonds mit einer Restlaufzeit von drei Jahren aktuell eine jährliche Rendite von 5,9 Prozent ab. Zum Vergleich: Bundesanleihen mit vergleichbarer Restlaufzeit bieten lediglich einen jährlichen Ertrag von 1,5 Prozent.

 

Anleger, die ebenfalls der Meinung sind, dass griechische Anleihen auch künftig bedient werden, haben zwei Möglichkeiten: Entweder sie halten die Bonds und kassieren bis zum Laufzeitende eine überdurchschnittliche Rendite — oder die Anleihen werden vor Fälligkeit mit einem Kursgewinn veräußert. Dass die Kurse der Anleihen klettern werden, ist — vorausgesetzt, Griechenland bedient seine Bonds — sicher. Grund: Aktuell notieren fast alle Hellenen-Bonds weit unter pari (100 Prozent). Da die Anleihen am Laufzeitende jedoch zu 100 Prozent getilgt werden, nähert sich der Kurs mit abnehmender Restlaufzeit immer stärker den 100 Prozent an.

 

 

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