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Finanz-Blog / Tagesgeld / Wertpapierdepot

Anleihen vs. Tagesgeld: Profitieren statt verlieren.

 

Dienstag, 01. Dezember 2009:

Da die Europäische Zentralbank in nicht allzu ferner Zukunft die Zinsen anheben wird, sollten sich Anleger ein Engagement am Rentenmarkt derzeit zweimal überlegen. Weitaus besser fahren Sparer mit einem Tagesgeldkonto.

 

Vor allem für risikoscheue Anleger sind Bundesanleihen nach wie vor das Maß aller Dinge. Schließlich tendiert die Wahrscheinlichkeit, dass die Bundesrepublik ihre Anleihen nicht bedienen kann, gegen Null. Diese Sicherheit erkaufen sich Investoren jedoch mit einer äußerst geringen Rendite. So werfen Staatspapiere mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren gerade mal eine jährliche Rendite in Höhe von 1,2 Prozent ab.

 

Sparer kassieren vor allem deshalb eine so geringe Rendite, weil Investoren nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 Anlagen gemieden haben, die auch nur im Entferntesten eine Gefahr ausstrahlten. Im Nu wurden riskante Wertpapiere in sichere Produkte umgeschichtet. Ganz oben auf der Kaufliste standen dabei in erster Linie Anleihen bonitätsstarker Emittenten.

Da sich Renditen und Kurse am Rentenmarkt systembedingt entgegengesetzt entwickeln, kletterten die Kurse – und schrumpften die Erträge. Die drastischen Leitzinssenkungen belasteten die Renditen dann zusätzlich. Allein von Oktober 2008 bis Mai 2009 schraubte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den europäischen Schlüsselzins von 4,25 auf 1,0 Prozent nach unten.


Tagesgeldkonten bieten höhere Zinssätze

 

Auch die Zinssätze für Tages- und Festgeldkonten sind im Zuge der Krise und den damit einhergehenden Leitzinssenkungen kräftig gesunken.

 

Während Sparer im Herbst 2008 mit einem Tagesgeldkonto bei einer Einlagensumme von 5000 Euro durchschnittlich noch einen Zinssatz von stattlichen 3,5 Prozent einfuhren, müssen sie sich – gemessen am FMH-Index – aktuell mit einer Rendite von 1,3 Prozent begnügen, wenngleich einige Anbieter nach wie vor mit Zinssätzen von über 2,5 Prozent locken.

 

Dennoch: Dass Anleger auch mit Tagesgeldkonten nicht reich werden, ist offensichtlich. Im Gegensatz zu einer Bundesanleihe bietet diese Sparform jedoch einige Vorteile. Zum einen benötigen Anleger für ein Tagesgeldkonto kein Wertpapierdepot. Transaktionskosten, die die ohnehin schon mickrige Rendite zusätzlich belasten, fallen ebenfalls nicht an. Und auch in Sachen Sicherheit besteht kein Grund zur Sorge. Banken, die dem Einlagensicherungsfonds angehören, bieten einen vergleichbaren Schutz wie der Staat. Hinzu kommt, dass Kreditinstitute Leitzinserhöhungen der EZB aufgrund des erbitterten Wettbewerbs recht zeitnah an ihre Kunden weiterreichen – Tagesgeldsparer somit unmittelbar von einer Zinserhöhung profitieren.

 

Anleihen haben das Nachsehen

 

Anders sieht das bei Bundesanleihen aus. Zwar wirken sich Leitzinserhöhung auch am Rentenmarkt recht zügig aus. Für bereits investierte Anleger jedoch zum Nachteil. Grund:

 

Steigen die Leitzinsen, klettern auch die Renditen – und die Kurse fallen. Wer also seine Anleihen in einem solchen Umfeld vor Fälligkeit verkaufen muss, fährt einen Kursverlust ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Leitzinsen in nicht allzu ferner Zukunft angehoben werden, ist recht hoch. Nur so können die obersten europäischen Währungshüter die enorme Liquidität senken und die Gefahr einer schnell ansteigenden Inflation umgehen. Einige Experten rechnen damit, dass die Geldschleuse bereits im ersten Quartal 2010 geschlossen wird. Aktuell sollten sich Anleger ein Engagement am Rentenmarkt daher zweimal überlegen, während sich Tagesgeld-Sparer schon bald über höhere Zinssätze freuen können.

 

 



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