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Vorsicht, Fondsgebühren!

Erfolgsgebühr ist nicht gleich Erfolgsgarantie.

 

Dienstag, 02. März 2010:

Erfolgsgebühren auch ohne Erfolg?Erfolgsabhängige Gebühren werden immer beliebter – zumindest bei Fondsgesellschaften. Kein Wunder: Schließlich kassieren die Kapitalanlagegesellschaften selbst bei fallenden Kursen die „Erfolgsgebühr“: Ausgabeaufschlag, Depot- und Managementgebühren sowie die Verwaltungskosten.

 

Anleger, die sich für einen aktiv gemanagten Fonds entscheiden, werden mitunter kräftig zur Kasse gebeten. Hinzu kommt die sogenannte Performance-Fee, die immer mehr Fondsgesellschaften verlangen. Laut der Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger fällt mittlerweile bei rund der Hälfte aller in Deutschland aufgelegten Aktienfonds diese erfolgabhängige Gebühr an. Zum Vergleich: Vor acht Jahren kassierten lediglich 3 Prozent eine Peformance-Fee.

 

Keine Erfolgsgarantie

 

Besonders ärgerlich: Finanztest fand heraus, dass Fonds mit einer Erfolgsgebühr keinen systematischen Renditevorsprung bieten.

Das Argument der Fondsgesellschaften, wonach diese Gebühr das Management zu besseren Leistungen ansporne, greift daher nicht wirklich.

 

Die Tatsache, dass zahlreiche Kapitalanlagegesellschaften die Erfolgsgebühr vom Bruttoertrag des Fonds berechnen, sollte bei Anlegern ebenfalls nicht allzu gut ankommen. Dies bedeutet: Die Fondsgesellschaften berechnen den Anlageerfolg ohne vorab alle anfallenden Kosten abzuziehen. Somit liegt der Erfolg, den die Fondsgesellschaften als Gebühren-Grundlage wählen, deutlich höher als das, was Sparer als Rendite zu sehen bekommen.

 

Hohe Gebühren trotz mieser Performance

 

Erfreulich wäre es natürlich, wenn Fondsgesellschaften ihren Anlegern in Verlustphasen einen Teil der Gebühr erstatten würden. Doch nach solch einer Gesellschaft hat die Finanztest-Redaktion vergeblich Ausschau gehalten. Im Gegenteil:

 

Selbst wenn der Fonds ein dickes Minus einfährt, müssen Anleger tief die Tasche greifen. Grund: Das Gros der Manager orientiert sich an einem Wertpapierindex. Entscheidend für die Performance-Fee ist lediglich, dass der Fonds eine bessere Entwicklung aufweist als das jeweilige Börsenbarometer. Rutscht der Index beispielsweise 20 Prozent ins Minus und der Fonds verliert 18 Prozent an Wert, kassiert die Fondsgesellschaft trotzdem die Erfolgsgebühr.

 

ETF – gut und günstig

 

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass sich Anleger zweimal überlegen sollten, ob sie einen Fonds mit einer Performance-Fee ins Depot legen sollten. Schließlich fällt bei passiv gemanagten ETFs (Indexfonds) keine Erfolgsgebühr an – und die Gefahr, dass der Fonds schlechter abschneidet als die Benchmark, besteht ebenfalls nicht. In der Regel folgt ein ETF dem Vergleichsindex eins zu eins.

 

 

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