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Ist meine Spareinlage jetzt wirklich geschützt?
Was Sie über die Einlagensicherung wissen sollten:

 

Ab dem 30. Juni 2009 gilt EU-weit eine gesetzliche Einlagensicherung für private Spareinlagen.

 

Doch was ist das überhaupt, eine Einlagensicherung? Wie viel von meinen Spareinlagen ist nun wirklich geschützt? Und gilt das wirklich auch für ausländische Banken? Erfahren Sie alles über die gesetzliche Einlagensicherung und weitere freiwillige Maßnahmen der Banken und Sparkassen, um Ihr Geld im Falle einer Bankenpleite zu schützen.

 


Einlagensicherung neu aufgelegt: Deutschland und andere EU-Staaten schützen Bankeinlagen bis zu 50.000 Euro.


Ist mein Geld bei dieser Bank sicher? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen seit der Pleite von Kaupthing und Lehman viele Sparer.

 

„Diese Angst ist oft unbegründet. Ab dem 30. Juni greift eine aus Sparersicht bessere gesetzliche Einlagensicherung“, sagt Christopher Manolagas, Betreiber der Verbraucher-Plattform MANO-Dienste.

 

Konkret garantieren Deutschland und die anderen EU-Staaten jedem Anleger einen Mindestbetrag von 50.000 Euro, der im Ernstfall innerhalb von spätestens 30 Tagen ausgezahlt werden muss. Außerdem entfällt im Fall der Insolvenz einer Bank die bisherige Eigenbeteiligung in Höhe von zehn Prozent.

 


Die Zukunft der Einlagensicherung:
Grenze steigt Ende 2010 auf 100.000 Euro.

 

Bis zum 31. Dezember 2010 soll die im Schadensfall gedeckte Summe sogar auf 100.000 Euro erhöht.

 

Diese Regeln sind Teil des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes (EAEG), mit dem die EU-Staaten eine Richtlinie aus dem Jahr 2008 umgesetzt haben. Nach Einschätzung der Europäischen Kommission erfasst die gesetzliche Sicherung bei einer Deckungssumme von 50.000 Euro dann 80 % aller Einlagen und bei einer Sicherung von 100.000 Euro sogar 90 %.

 


Einlagensicherung konkret:
Auszahlungsfrist wird deutlich kürzer.

 

Geschützt sind im Fall einer Bankenpleite sämtliche Sicht-, Termin- und Spareinlagen – sprich Geld, das auf Girokonto, per Tagesgeld oder Festgeld angelegt ist sowie auf Sparbüchern und in Sparbriefen.

 

Keinen Bestand mehr hat die verbraucherfeindliche Auszahlungsfrist von drei Monaten, die sogar auf neun Monate erweitert werden konnte. Eine so lange Zeitspanne könne das Vertrauen der Anleger in das Bankensystem „auf keinen Fall“ erhalten, heißt es in der Richtlinie.

Das Europäische Parlament setzte die Auszahlungsfrist deshalb auf 20 Arbeitstage herab, was die Frist faktisch auf etwa einen Monat verkürzt.

 


Ist mein Geld auch im Ausland geschützt?
Einlagensicherung greift EU-weit.


Verbraucherschützer werten die erhöhte und vereinheitlichte Einlagensicherung positiv. Denn Sparer können ab dem 30. Juni davon ausgehen, dass alle Banken innerhalb der Europäischen Union die Einlagen in Höhe von mindestens 50.000 Euro absichern.

 

Wer eine Bank im Ausland wählt, muss jedoch gewappnet sein, dass er im Fall einer Insolvenz seine Rechtsansprüche im Ausland durchsetzen muss. Wer das nicht möchte, so Manolagas, sei besser beraten, eine Bank mit Hauptsitz in Deutschland zu wählen.

 


Zusätzliche Sicherungen greifen:
Freiwillige Einlagensicherung der Banken und Sparkassen.

 

Zwischen Flensburg und Kufstein greifen außer der für alle Banken verpflichtenden gesetzlichen Sicherung weitere Mechanismen, die bei einer Insolvenz dafür sorgen sollen, dass Kunden ihre Einlagen zurückerhalten.

 

Konkret: Die privaten Banken haben für ihre Bankengruppe den Einlagensicherungsfonds geschaffen. Dieser sichert Guthaben jedes einzelnen Kunden bis zu einer Höhe von 30 % des haftenden Eigenkapitals der Bank ab. Praktisch bedeutet dies eine Absicherung in Millionenhöhe pro Kunde.

 


Wenig bekannt über öffentliche Banken:
Hier wird schon länger Einlagensicherung garantiert.

 

Die Sparkassen haben ein mehrstufiges System geschaffen, mit dem sie die Einlagen ihrer Kunden zu 100 Prozent absichern.

 

Die Genossenschaftsbanken bieten über den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ebenfalls eine 100prozentige Garantie für ihre Kunden. Eher wenig Beachtung finden meist die öffentlichen Banken, zu denen etwa die Deutsche Kreditbank gehört. Dieser 1994 gegründete Sicherungsfonds schützt Einlagen oberhalb der gesetzlichen Sicherung in unbegrenzter Höhe vollständig.

 


Und was ist mit meinem Bausparvertrag?


Bei den Bausparkassen muss man unterscheiden. Genossenschaftliche und öffentliche Bausparkassen wie Schwäbisch Hall und die Landesbausparkassen sind über den BVR oder über den Sparkassen- und Giroverband abgesichert.

 

Die privaten Bausparkassen gehören dem Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds an, der zum Zug kommt, wenn der gesetzliche Schutz nicht ausreichen sollte. Der Fonds sichert Bauspareinlagen wie den Bausparvertrag einschließlich Zinsen in unbegrenzter Höhe ab. Sonstige Einlagen privater Kunden, etwa Festgelder, sind bis zu einer Höhe von 250.000 Euro garantiert.

 

 



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