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Agrarrohstoffe:
Grüne Gewinne.

 

Mittwoch, 26. Mai 2010:

Agrarrohstoffe: Grüne Gewinne.Die Zeiten, in denen die Kurse von Agrargütern lediglich einen moderaten Anstieg aufweisen, könnten schon bald der Vergangenheit angehören – und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Davon können auch Anleger profitieren.

 

Die jüngsten Hiobsbotschaften rund die Schuldenproblematik einiger Euro-Staaten haben nicht nur am Aktienmarkt Spuren hinterlassen. Auch die Kurse zahlreicher Industriemetalle und Agrargüter haben mächtig Federn lassen müssen.

 

Bevölkerungswachstum beflügelt Agrarrohstoff-Preise.

 

Langfristig signalisieren jedoch einige Entwicklungen, dass vor allem die Kurse von Agrargütern kräftig zulegen könnten. Als entscheidende Kurstreiber dienen in erster Linie die rasant wachsende Weltbevölkerung und die damit einhergehende ansteigende Nahrungsmittelnachfrage. Schätzungen der UNO zufolge müssen bereits 2050 rund 9 Milliarden Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden.

 

Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften ist Nachfrage nach Agrarrohstoffen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Nicht nur, weil in diesen Regionen das Bevölkerungswachstum besonders stark zulegte, sondern auch, weil der Wohlstand zu einer Verwestlichung der Essgewohnheiten führte. „In China und Indien wird mit steigendem Wohlstand immer mehr Fleisch verzehrt“, weiß Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank. Während beispielsweise ein Chinese 1985 im Jahr noch durchschnittlich 20 Kilogramm Fleisch konsumierte, waren es 2009 bereits 50 Kilogramm. Dass daher auch die Nachfrage nach Futtermitteln ansteigt, ist die logische Konsequenz. Denn für ein Kilo Rindfleisch werden bis zu 10 Kilo Getreide benötigt.

 

Nachfrage übersteigt Produktionssteigerungsraten.

 

Bisher konnte der steigende Bedarf vor allem aufgrund des technischen Fortschritts bedient werden. Dies bedeutet: Mit effizienteren Saatgutsorten und modernen Landmaschinen konnte der Ertrag gesteigert werden, so dass die Preissteigerungen von Agrarrohstoffen im Vergleich zu anderen Commodities wie Metalle oder Öl recht moderat ausgefallen sind. Mittlerweile ist die Nachfrage nach den so genannten Soft-Commodities jedoch höher als die Produktionssteigerungsraten. „Derzeit gibt es keine Lösung, wie diese Engpässe in den Griff zu bekommen sind“, meint Manfred Wolter, Agrarrohstoffexperte bei der LBBW.

 

Eine Lösung wäre, die globalen Anbauflächen auszuweiten. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Zum einen sind die weltweiten Anbauflächen nicht beliebig erweiterbar. Auf der anderen Seite sind die fruchtbaren Böden längst geortet und bearbeitet worden. Und: Die Produktion in weniger fruchtbaren Gebieten würde angesichts der zusätzlich benötigten Bewässerung und der schlechteren Bodenqualität deutlich mehr Geld verschlingen.

 

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die Preise zahlreicher Agrargüter langfristig wohl kräftige Preisanstiege verzeichnen werden. Anleger, die von diesem Trend profitieren möchten, können zum einen ihren Blick auf Aktien von Unternehmen richten, die diese Entwicklungen in die Karten spielen, wie beispielsweise Saatgut- und Düngemittelunternehmen oder Hersteller von Landmaschinen. Auf der anderen Seite haben Sparer die Möglichkeit, sich einen breit gestreuten Rohstofffonds oder ein entsprechendes Zertifikat ins Depot zu legen. Zwar werden mit diesen Anlageformen die wahrscheinlich künftigen Kursgewinne im Schnitt etwas bescheidender ausfallen als mit einer einzelnen Aktie. Auf der anderen Seite ist das Verlustrisiko deutlich geringer.

 

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