Zurück

Suche

Suche
 
.

Warnung vor überteuerten Geldanlageprodukten

 

überteuerte Geldanlageprodukte

Die Bundesbank warnt Privatanleger vor Kauf- und Verkaufsempfehlungen von Anlageprodukten durch die Banken, bei denen nur diese richtig viel Geld verdienen. 

 

Laut Bundesbank sei es eine Illusion, dass durch eine geschickte Aktienauswahl und häufiges Umschichten innerhalb des Depots eine bessere Rendite zu erzielen ist. In ihrem aktuellen Monatsbericht bezieht die Bundesbank entsprechend Stellung.

Provisionen sind Einnahmequellen für die Banken


Die mit dem Kauf- und Verkauf anfallenden Provisionen sind für die Finanzinstitute wesentliche Einnahmenquellen, die aber die Rendite der Privatanleger nur schmälern. Ein Privatanleger kann kaum die künftigen Gewinner und Verlierer am Aktienmarkt nicht verifizieren und wird durch Umschichten seiner Geldanlagen keinen Gewinn machen.

Im Gegenteil, die Bundesbank kommt außerdem zu dem Schluss, dass viele Privatanleger die Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf/Verkauf von Wertpapieren nicht ausreichend berücksichtigen und sie deswegen auf einen großen Teil der möglichen Rendite verzichten.

Investmentfonds und Zertifikate verursachen durch die hohen Ausgabeaufschläge zusätzliche Kosten, die sich renditeschmälernd auswirken. Anleger mit Weitblick sollten auf kostengünstige Produkte wie zum Beispiel die ETFs ausweichen.

Erschreckende Zahlen veröffentlicht


Die Gebühren fressen die Erträge auf. Das Hamburger Consultingunternehmen CapQM hat in einer Untersuchung aus 2009 festgestellt, dass die Privatanleger schon vor der Finanzkrise bis zu einem Drittel ihrer Rendite in Form von Provisionen und Gebühren an die Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften abgegeben haben. In Zahlen wird das ganz deutlich. Bei Kapitalanlagen mit einem Gesamtwert von 1,9 Billionen Euro haben Privatanleger allein 2007 28 Milliarden Euro für den Kauf oder Verkauf und die Verwaltung eingebüßt.

Die höchsten Kosten entstehen bei den Abschlüssen von Lebensversicherungen und bei der Verwaltung von Investmentfonds sowie deren Ausgabeaufschlägen. Hier gibt es Reserven von etwa 10 Milliarden Euro, die allein durch den Erwerb von kostengünstigen Produkten erzielt werden können.

Der Umstieg auf passiv gemanagte Fonds lohnt sich


Von der Kostenstruktur sind ETFs um ein Vielfaches günstiger als Investmentfonds und das sowohl beim Kauf als auch in der nachfolgenden Verwaltung.

Hier sollten private Anleger umdenken. Ende 2010 war das Volumen der aktiv gemanagten Fonds mit 550 Milliarden Euro noch etwa neunmal so hoch wie das der preiswerten ETFs.



Verfasst im Januar 2011



.
.

xxnoxx_zaehler