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Inflation steigt:

Wie sich Anleger dagegen wappnen können.

 

Mittwoch, 10. März 2010:

Der Inflation ein Schnippchen schlagenDie Gefahr, dass die Teuerungsrate in den kommenden Monaten stark ansteigen könnte, ist durchaus vorhanden. Wie sich Anleger in Zeiten steigender Preise richtig positionieren:

 

Sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks verharrt die Inflation auf niedrigem Niveau – noch. Aufgrund der historisch niedrigen Zinsen sowie der enormen Liquidität, die zur Bekämpfung der Krise in die Märkte gepumpt wurde, befürchten einige Experten jedoch recht zeitnah einen drastischen Anstieg der Teuerungsrate.

Kehrt die Wirtschaft nachhaltig auf den Wachstumspfad zurück, könnte die Inflation vor allem durch einen damit einhergehenden Anstieg der Rohstoffpreise zusätzlich beflügelt werden.

Der Leiter des Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar, rechnet für die Zeit nach 2010 gar mit einer Geldentwertung zwischen fünf und zehn Prozent. Zum Vergleich: Im Februar stiegen die Preise im Euroraum vorläufigen Angaben zufolge lediglich um 0,9 Prozent an.

 

Ob die Inflation nun tatsächlich so rasant ansteigt, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass eine hohe Teuerungsrate der größte Feind des Anlegers ist. Welch verheerende Auswirkung eine ausufernde Inflation auf die Kaufkraft hat, zeigt folgendes Beispiel: So schrumpft ein Geldvermögen in Höhe von 100 000 Euro bei einer unterstellten Inflationsrate von 4,0 Prozent nach fünf Jahren um rund 18 000 auf 82 192 Euro; nach 20 Jahren bleibt von den 100 000 Euro mit 45 638 Euro nicht einmal mehr die Hälfte übrig.

 

Immun gegen eine galoppierende Teuerungsrate

 

Grund zur Panik besteht jedoch nicht. Denn es gibt durchaus Möglichkeiten, wie Sparer sich gegen eine hohe Inflation wappnen können.

 

Den ruhigsten Schlaf haben Anleger bei einem kräftigen Anstieg der Teuerungsrate sicherlich mit inflationsgeschützten Anleihen. Grund: Statt eines fixen Kupons, der während der gesamten Laufzeit regelmäßig gezahlt wird, ist die Verzinsung der sogenannten Linker an einen Verbraucherpreisindex gekoppelt. Dabei handelt es sich in der Regel um den harmonisierten Verbraucherpreisindex ohne Tabak (HVPI).

Steigt dieser an, klettern auch der Kupon und der Rückzahlungsbetrag von inflationsgeschützten Anleihen. Mit Linkern ist somit immer ein realer Vermögenszuwachs garantiert. Bei klassischen festverzinslichen Wertpapieren ist hingegen bereits ein Inflationsausgleich im Kupon enthalten.

 

Zudem belegen zahlreiche Studie, dass auch die eigenen vier Wände vor der Inflation geschützt sind. Ein Vergleich zwischen den zurückliegenden Inflationsraten und dem Immobilienindex von BulwienGesa bestätigt ebenfalls, dass sich Immobilien weites gehend parallel zur Teuerungsrate entwickeln. So gingen beispielsweise die hohen Inflationsraten in den 70er, Anfang der 80er und 90er Jahre mit einem starken Anstieg des Immobilienindexes einher. Wer nicht in der finanziellen Lage ist, ein Eigenheim zu erwerben, ist mit Immobilienfonds bestens beraten. Grund: Steigt die Inflation an, klettern mit zeitlicher Verzögerung auch die Mieteinnahmen. Rund 80 Prozent der gewerblichen Mietverträge sind an die Inflation gekoppelt.

 

Der Inflation ein Schnippchen schlagen

 

In Zeiten ansteigender Preise steuern Anleger zudem traditionell den sicheren Goldhafen an. Denn aufgrund seiner natürlichen Knappheit gilt das schimmernde Edelmetall als wertstabiles Gut. Schon in den 70er Jahren stellte Gold seine Qualitäten als Krisenwährung unter Beweis. Während die beiden Ölkrisen die Inflation auf rund 8 Prozent katapultierte, versiebenfachte sich parallel dazu der Goldpreis – und erklomm Anfang der 80er Jahre mit rund 850 US-Dollar je Unze einen neuen Höchststand.

 

Auch die Risikoanlage Aktie ist in puncto Inflationsschutz ein wirksames Gegengift. Denn die Unternehmensanteile gehören zu den Sachwerten, mit denen die Geldentwertung im Normalfall aufgefangen werden kann. Teuerungsraten von 4 bis 5 Prozent sind daher für die Aktienmärkte ohne Probleme zu verarbeiten. Jenseits dieser Marke wird es jedoch selbst für die besten Papiere schwierig. Grund: Die Inflation treibt über steigende Zinsen auch die Kreditkosten der Unternehmen in die Höhe.

 

 

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