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Finanzblog: Girokonto / Ratenkredit

Dispositionskredit günstiger durch Leitzinssenkung?


Banken halten Hand aufFreitag, 11. Dezember 2009:

Leider nicht: Motto der Banken scheint zu sein: Wenig geben, aber viel nehmen. Leitzinssenkungen sind für Banken so nämlich ein lohnendes Geschäft. Während sie die Sparzinsen in der Regel zeitnah nach unten schrauben, werden die Kreditkonditionen lediglich im Schneckentempo an die Kunden weitergereicht. Das Prinzip ist ganz einfach:

 

Senkt die Europäische Zentralbank die Leitzinsen, schraubt das Gros der Banken auch recht zeitnah die Konditionen für Tages- und Festgeldkonten nach unten. Während vor einem Jahr Sparer mit einem Tagesgeldkonto bei einer Einlagensumme von 5000 Euro noch einen durchschnittlichen Zinssatz von rund 3,3 Prozent kassierten, ist der Ertrag auf mittlerweile 1,3 Prozent geschrumpft.

 

Noch drastischer fällt der Rückgang beim Festgeld aus. Laut dem FMH-Index, der rund 80 Angebote umfasst, fahren Anleger, die 5000 Euro für drei Monate parken, nur noch einen mageren Zinssatz von durchschnittlich 0,94 Prozent ein. Ein Jahr zuvor freuten sich Sparer noch über Festgeld-Zinsen von knapp 4 Prozent.

 

Überziehungszinsen werden zeitverzögert gesenkt

 

Bei den Dispozinsen haben es die Kreditinstitute in der Regel jedoch nicht so eilig. „Sparzinsen werden nach einer Leitzinssenkung zumeist sehr zeitnah gesenkt. Bei den Kreditkonditionen lassen sich Banken indes weitaus mehr Zeit, bevor sie die niedrigeren Zinsen an die Kunden weiterreichen“, moniert Max Herbst, Chef des Frankfurter Finanzdienstleisters FMH.

 

In der Tat: Auf Sicht der zurückliegenden 12 Monate senkten die Institute die Dispozinsen von durchschnittlich rund 12,5 auf aktuell 11,4 Prozent. Während also die Sparzinsen bei einem Festgeldkonto auf Jahressicht um etwa 3 Prozentpunkte nach unten geschraubt wurden, schrumpften die Dispozinsen lediglich um 1,1 Prozentpunkte.

 

Auch bei den Überziehungszinsen werden Bankkunden weiterhin kräftig zur Kasse gebeten. Dort senkten die Institute die Konditionen im letzten Jahr um mickrige 0,9 Prozentpunkte auf derzeit 15,8 Prozent. Verbraucher, die ihren Dispokredit regelmäßig mit höheren Summen belasten, sollten sich ohnehin überlegen, ob sie nicht mit einem Ratenkredit besser fahren. Zwar wurden auch bei den Abrufkrediten die Leitzinssenkungen nur unzureichend an die Kunden weitergereicht. Unterm Strich kommen Kunden, die regelmäßig in der Kreide stehen, mit dieser Kreditform jedoch günstiger weg, als ständig den Dispokredit in Anspruch zu nehmen.

 

Ratenkredit: 5 Prozent sind nicht gleich 5 Prozent

 

Doch Vorsicht: Aus den angepriesenen 4 oder 5 Prozent, die Kunden angeblich für ihren Ratenkredit mit einer Laufzeit von 36 Monaten zahlen müssen, können schnell 8, 9 oder noch mehr Prozente werden.

 

Denn immer mehr Institute gehen dazu über, bonitätsabhängige Kredite zu verteilen. Dies bedeutet: Je schlechter es um die Finanzen des jeweiligen Kunden gestellt ist, desto höher fallen die Kreditzinsen aus. „Von den günstigen Lockvogelangeboten der Werbung sollten sich Verbraucher nicht blenden lassen. In der Regel wird es deutlich teurer“, warnt Experte Herbst. Um den ein oder anderen Prozentpunkt zu sparen, sollten Kunden vorab jedoch auf jeden Fall verschiedene Angebote genauestens unter die Lupe nehmen.

 

 

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