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Rentenmarkt — Immer noch lukrativ.

 

Donnerstag, 10.06.2010:

Rentenmarkt — Immer noch lukrativZwar sind zuletzt auch die Renditen von Unternehmensanleihen aus dem sicheren Investement-Grade-Bereich geschrumpft. Im Vergleich zu Bundesanleihen überzeugen diese Papiere jedoch durch ein attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis.

 

Die finanzielle Schieflage einiger südeuropäischer Staaten bereitet Investoren nach wie Kopfzerbrechen — trotz des jüngst gespannten Rettungsschirms in Höhe von 750 Milliarden Euro. Wie nervös Anleger sind, zeigt beispielsweise ein Blick auf die Renditen von griechischen Staatsanleihen. So kassieren Anleger, die den Hellenen für fünf Jahre einen Teil ihrer Ersparnisse anvertrauen, eine jährliche Rendite von stattlichen 8,6 Prozent. Zum Vergleich: Bundesanleihen mit vergleichbarer Restlaufzeit werfen aktuell einen jährlichen Ertrag von durchschnittlich 1,6 Prozent ab.

 

Die enorme Renditedifferenz kommt nicht von ungefähr: Während Investoren die Zahlungsfähigkeit der Griechen in Frage stellen und Hellenen-Bonds daher meiden, zieht Deutschland als äußerst solider Schuldner immer mehr Anleger an. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Bundesanleihen eine zu magere Rendite bieten — und festverzinsliche Wertpapiere aus Südeuropa für konservative Sparer mit zu vielen Risiken versehen sind. Risikoscheue Anleger, die dennoch ihre Ersparnisse am Rentenmarkt investieren möchten, können sich stattdessen Unternehmensanleihen etwas genauer anschauen.

 

Sicherheit geht vor.

 

„Im aktuellen Marktumfeld sollten Anleger ihren Blick in erster Linie auf Unternehmensanleihen aus dem soliden Investment-Grade-Bereich richten“, erklärt Jochen Korb, Rentenanalyst der LBBW. Abhängig von der Finanzstärke eines Unternehmens stufen Ratingagenturen Konzerne als sicheren oder weniger verlässlichen Schuldner ein. Finanziell solide Gesellschaften werden im Investment-Grade-Bereich eingestuft. Dieser reicht bei den Bonitätsprüfern von Standard&Poor´s von AAA (bestmögliches Rating) bis BBB-. Das Non-Investment-Grade-Segment – umfasst die so genannten Junk-Bonds – reicht indes von BB+ bis D.

 

Die Gefahr, dass Investment-Grade-Papiere nicht bedient werden, ist in der Tat gering. Zum einen profitieren die Unternehmen vom konjunkturellen Aufschwung. Hinzu kommt, dass zahlreiche Konzerne im vergangenen Jahr und Anfang 2010 kräftig neue Anleihen am Markt platziert haben und somit hohe Liquiditätsreserven auf- und Schulden abgebaut wurden. Laut Gunnar Stangl, leitender Portfoliostratege der Commerzbank, hätten die Konzerne im EuroStoxx 600 heute mehr als 10 Prozent ihrer Marktkapitalisierung als Cash-Reserve zur Verfügung – und damit doppelt so viel wie vor einem Jahr.

 

Attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis.

 

Die Renditen haben sich in den vergangenen zwölf Monaten indes nicht verdoppelt. Im Gegenteil: Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Erträge sogar rückläufig. So schrumpfte die durchschnittliche Rendite von fünfjährigen Euro-Unternehmensanleihen mit einem soliden A-Rating seit Jahresbeginn um rund 0,5 Prozentpunkte auf aktuell 3,2 Prozent. Dennoch: „Im Vergleich zu Bundesanleihen weisen Unternehmensanleihen aus dem Investment-Grade-Bereich ein attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis auf und sind daher als Depotbeimischung durchaus empfehlenswert“, meint Experte Korb.

 

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Kommentar von _Reinhard Maier am Monday, 14. June 2010; 23:03:42 Uhr

Unternehmensanleihen - wo investieren?

In Ihrem Beitrag kommen Sie ja zu dem Ergebnis, dass man statt in den Rentenmarkt lieber in Unternehmensanleihen investieren soll.

Welche Anleihen sind denn geeignet? Könnten Sie vielleicht 1-2 interessante Unternehmen nennen.

Falls das nicht möglich ist, gibt es eine Webseite, wo man etwas über Unternehmensanleihen nachlesen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Maier

Kommentar zu Finanz-Blog: Rentenmarkt — immer noch lukrativ.?

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