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Finanz-Tipps für Selbstständige und Unternehmen - Teil 5

Altersvorsorge: Wie Freiberufler und Selbstständige ihre Rente sichern.

 

Dienstag, 13. Juli 2010:

Rente, Altersvorsorge für Selbstständige, FreiberuflerFreiberufler sollten nicht nur daran denken, möglichst viele Aufträge an Land zu ziehen, sondern auch daran, fürs Alter vorzusorgen. Doch was sollte ich monatlich für meine Altersvorsorge ansparen, was ist mit der gesetzlichen Rente und was mit Riester- und Rürup-Rente? Wir verraten es Ihnen.

 

 

Beginnen wir mit einer guten Nachricht: Im Alter sinken die Ausgaben. Das liegt vor allem daran, dass Kosten entfallen. Für den Arbeitsweg, das Mittagessen auswärts oder den bereits abgezahlten Kredit für die eigene Immobilie. Unterm Strich werden nur rund 80 % des letzten Nettoeinkommens benötigt, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Trotzdem müssen diese 80% im Alter ja erst einmal vorhanden sein.

 

Als Selbstständiger oder Freiberufler wissen Sie deshalb, dass Sie regelmäßig einen bestimmten Betrag auf die hohe Kante legen sollten. Aber wieviel sollte das monatlich sein?

 

Der kostenfreie MANO Renten-Rechner zeigt es Ihnen:

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Altersvorsorge: Gesetzliche Rente reicht nicht aus,

Riester- und Rürup-Rente als zusätzliche Absicherung.


Schön, wenn man noch auf eine gesetzliche Rente hoffen darf. Zwar ist sie nur ein Baustein der Altersvorsorge, aber viele Steine ergeben bekanntlich auch eine Mauer. Deshalb sollten Sie wissen: Freiberufler und Selbstständige können in den ersten fünf Jahren ihrer Tätigkeit eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung beantragen.

 

Aber Achtung: Obwohl der Antrag auf die Pflichtversicherung freiwillig ist, können Sie nicht jederzeit wieder aus der gesetzlichen Rentenversicherung "austreten". Die Versicherungspflicht bleibt für die gesamte Dauer Ihrer selbstständigen Tätigkeit bestehen!

 

Sicher ein Grund dafür, dass das Gros der Freiberufler und Selbstständigen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt: Lediglich rund 800 000 der insgesamt rund 4,5 Millionen Freiberufler und Selbstständigen zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein, wobei die meisten dieser Berufsgruppe per Gesetz pflichtversichert sind. Dazu zählen etwa Hebammen oder selbstständige Handwerker.

 

Darüber hinaus gilt für rund 350 000 Künstler und Publizisten eine Versicherungspflicht in den gesetzlichen Sicherungssystemen über die Künstlersozialkasse (KSK). Der Vorteil: Nur rund die Hälfte ihrer Beiträge müssen die über die KSK versicherten Selbstständige und Freiberufler selbst tragen.

 

Ob Sie sich für die gesetzliche Rente entscheiden oder nicht, oder ob Sie pflichtversichert sind - Sie sollten staatliche Zulagen und Steuervorteile in Anspruch nehmen: Da wären zum einen die staatlichen Zuschüsse, die jeder Riester-Versicherte kassiert. Allerdings können nur gesetzlich Rentenversicherte eine Riester-Rente abschließen.

 

Für alle anderen Selbstständigen und Freiberufler bietet sich die Rürup-Rente an: Anders als bei der Riester-Rente bemisst sich die Höhe des Beitrags nicht nach dem Einkommen, sondern kann vom Versicherten selbst festgelegt werden. Darüber hinaus erhalten Rürup-Versicherte im Gegensatz zu Riester-Sparern keine direkten Zulagen. Stattdessen können die Sparbeiträge als Sonderausgaben abgezogen werden.

 

Der aktuelle Prozentsatz, der als Sonderausgabe von der Steuer abgesetzt werden kann, beträgt 70 % - und erhöht sich Jahr für Jahr um 2 Prozentpunkte, sodass 2025 der gesamte Sparbetrag abgesetzt werden kann. Im Gegenzug klettert jedoch auch der steuerpflichtige Anteil in der Auszahlungsphase - und zwar von derzeit 60 auf 100 % im Jahr 2040.

 

Unterm Strich überwiegen die Vorteile, zumal die Einzahlungen der Rürup-Rente einen Pfändungsschutz genießen, dessen Höhe je nach Alter variiert. Die Gefahr, dass sich im Falle einer Insolvenz alle Ersparnisse für die Altersvorsorge in Luft auflösen, besteht daher nicht. Hinzu kommt, dass sowohl die Riester- als auch die Rürup-Rente vor dem Zugriff durch die Agentur für Arbeit geschützt sind. Dies bedeutet: Die bereits angesparte Summe muss nicht verwendet werden, bevor Hartz IV bezogen wird.

 


Mehr Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler:

Aktien, Fonds & Co.


Zusätzlich zu Riester- und Rürup-Rente können Selbstständige und Freiberufler auch die Chancen des Kapitalmarkts nutzen. Wichtig hierbei: Niemals alles auf eine Karte setzen. Dies bedeutet: Die Ersparnisse sollten auf mehrere Anlageklassen verteilt werden.

 

Für jüngere Selbstständige bieten sich dabei vor allem Anlagen an, die eine vergleichsweise hohe Rendite bieten wie etwa Aktien, Investmentfonds, Zertifikate und Unternehmensanleihen. Zwar weisen diese Produkte ein größeres Risiko auf als beispielsweise Bundesanleihen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass Rückschläge an den Finanzmärkten über Jahrzehnte hinweg wieder ausgeglichen werden.

 

Im Umkehrschluss heißt das: Ältere Freiberufler sollten für ihre Altersvorsorge eher risikoarme Anlageklassen wie Bundesanleihen oder Festgeldkonten wählen. Grund: Ihnen fehlt im Gegensatz zu vergleichsweise jungen Selbstständigen möglicherweise die Zeit, um Rückschläge an den Aktienmärkten auszusitzen.

 

 

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