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Der Anleger und die Steuer:
Abrechnung mit dem Finanzamt kann lohnen

 

Anleger und SteuerDonnerstag, 25. Februar 2010:

Für manche Sparer und Anleger kann es sich trotz Abgeltungssteuer lohnen, Kapitalerträge in der Steuererklärung anzugeben. Dazu müssen sie, anders als früher, von sich aus bei ihrer Bank die Steuerbescheinigung anfordern.

 

Ob Tagesgeld, Festgeld, Sparbrief oder Aktiengewinne — die meisten Sparer und Anleger müssen sich seit dem 1. Januar 2009 nicht mehr um die Versteuerung ihrer Kapitalerträge kümmern. Denn seit diesem Tag führen Banken die Steuer auf Kapitalerträge (Abgeltungssteuer) sowie den darauf entfallenden Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer automatisch an den Fiskus ab.

 

Kommt es zu Verlusten, werden diese dem Anleger „gutgeschrieben“ und es wird so lange keine Steuer erhoben, bis das Wertpapierdepot im Plus steht. Die Abgeltungssteuer gilt für Zinsen und Dividenden sowie für Kursgewinne, wenn die Wertpapiere nach dem 1. Januar 2009 angeschafft wurden. Ausgenommen sind nur Erträge, die mit Hilfe des Sparerpauschbetrags von maximal 801 Euro pro Person steuerfrei gestellt worden sind.

 

Doch nicht für alle Sparer und Anleger ist die Abgeltungssteuer die sinnvollste Variante. Unter bestimmten Umständen kann es vorteilhaft oder gar notwendig sein, die Kapitalerträge in der Steuererklärung anzugeben und sich so Geld zurück zu holen:

 

  • Der Sparerpauschbetrag von maximal 801 Euro pro Person wurde nicht in Anspruch genommen. Deshalb wurde für die gesamten Erträge Abgeltungssteuer abgeführt, obwohl dies nicht nötig war.
  • Der Sparer / Anleger hat einen Grenzsteuersatz, der unter jenem der Abgeltungssteuer liegt (26,38 Prozent ohne Kirchensteuer).
  • Der Anleger hat in seinem Wertpapierdepot bei Bank 1 Verluste erlitten und will diese etwa mit den Erträgen eines Zinskontos bei Bank 2 verrechnen. Wer dies machen möchte, muss bis 15. Dezember des betreffenden Jahres eine Verlustbescheinigung bei Bank 1 angefordert haben.
  • Der Anleger hat 2008 Wertpapiere gekauft und innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist verkauft. Die angefallenen Gewinne oder Verluste wurden nicht von der Abgeltungssteuer erfasst und müssen eigens deklariert werden.

 

Wer die Kapitalerträge beim Finanzamt deklarieren will, braucht die Jahressteuerbescheinigung sowie eventuell die Erträgnisaufstellung sowie die Jahresbescheinigung.

 

In den meisten Fällen müssen Sparer und Anleger diese Dokumente, die bislang automatisch versandt wurden, nun bei ihrer Bank von sich aus anfordern. So handhabt es etwa die ING-Diba, bei der rund 7,8 Millionen Konten und Depots geführt werden. In einem Schreiben an die Kunden stellt die Bank klar, dass die Bescheinigung fürs Finanzamt unter gewissen Bedingungen automatisch versandt wird - etwa wenn der Kunde eine Verlustbescheinigung angefordert hat.

 

Ähnlich sieht es bei anderen Geldhäusern aus. Allerdings läuft das nicht immer kostenlos ab. Wer detaillierte Belege wie die Erträgnisaufstellung haben möchte, zahlt nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung etwa bei der Dresdner Bank 25 Euro. Doch nicht alle Banken nutzen die Möglichkeit, Geld an ihren Kunden zu verdienen, so wie die Bank mit dem „grünen Band der Sympathie“. Die ING-Diba etwa versendet auf Wunsch ihrer Kunden die Erträgnisaufstellung und die Jahresbescheinigung ohne zusätzliche Kosten, wie auf Nachfrage bestätigt wurde.

 


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