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Finanzielle Vorsorge fürs Kind - Teil 6:

Sparbriefe sind sinnvoll in Hochzins-Zeiten.

 

Mittwoch, 25. März 2010:

Sparbrief in Zeiten hoher Zinsen rentabel und sicherMit Sparbriefen können Eltern in Zeiten hoher Zinsen rentabel und sicher für die Zukunft ihres Kindes vorsorgen. Doch in Zeiten niedriger Renditen sind Sparbriefe wegen ihrer mangelnden Flexibilität nur zweite Wahl.

 

Wer Geld für ein Jahr festlegen möchte, ist mit Festgeld sehr gut bedient. Bei gut zahlenden Banken sind aktuell bis zu 2,5 Prozent für zwölfmonatiges Festgeld möglich. Nach Ablauf dieser Frist können Eltern, die mit sicheren Geldanlagen für die Zukunft ihres Kindes vorsorgen wollen, sich erneut nach gut verzinsten Angeboten umsehen. Doch was ist, wenn man das Geld länger festlegen könnte oder möchte?

 

In diesem Fall können Sparbriefe eine gute Option sein. Viele deutsche und ausländische Banken bieten solche Produkte an, die sich unter anderem bei der Mindestanlagesumme und den Zinskonditionen unterscheiden. Bei einigen Banken müssen mindestens 5.000 Euro angezahlt werden, bei anderen nur 1.000 Euro. Auch bei den Zinsen unterscheiden sie sich aktuell deutlich. So zahlt der Spitzenreiter bei einer Anlagesumme von 5.000 Euro für den dreijährigen Sparbrief derzeit vier Prozent, das Schlusslicht 1,7 Prozent. Bei fünfjähriger Laufzeit und gleicher Anlagesumme sind es 4,3 sowie 2,2 Prozent. Man sieht: Es lohnt sich, die Sparbrief-Angebote kritisch zu vergleichen.

 

Sollten sparwillige Eltern nun also alles auf die Sparbrief-Spitzenreiter setzen?

 

Angesichts von durchschnittlichen Tagesgeld-Zinsen um 1,2 Prozent scheint die Antwort festzustehen. Doch gemach! Sparbriefe haben auch ihre Tücken. Dazu gehören:

 

  • Sparbriefe bringen zwar eine höhere Rendite als Tagesgeld und Festgeld, doch die Anleger können während der gesamten Dauer über keinen einzigen Cent verfügen.
  • Wer finanziell in die Bredouille kommt und Geld benötigt, kann den Sparbrief nur beleihen. Das kosten ein bis zwei Prozentpunkte mehr an Zinsen, als der Sparbrief bringt. In diesem Fall zahlt man also drauf.
  • Der Zinssatz von Sparbriefen ist fix. Er steigt also nicht, wenn die Inflation anzieht und die Notenbank den Leitzins erhöht, was auch beim Tagesgeld und Festgeld die Verzinsung nach oben treibt.
  • Je länger das Geld in einem Sparbrief festgelegt wird, desto größer ist das Risiko, dass die Zinsen anziehen. Dies gilt insbesondere in einer Phase relativ niedriger Zinsen, wie wir sie aktuell erleben.

 

Ein Sparbrief dürfte für Eltern, die risikolos für ihr Kind vorsorgen wollen, aktuell eher theoretisch interessant sein. Wer sich aber partout Zinsen von 3,5 bis 4 Prozent sichern möchte, könnte einen Teil der angesparten Summe für bis zu fünf Jahre festlegen und den anderen Teil auf einem Tagesgeldkonto belassen. So bleibt man flexibel genug, um mit dem Tagesgeld von einem Zinsanstieg zu profitieren.

 

Sparer haben unter anderem die Wahl zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Sparbriefen.

 

Bei der ausschüttenden Variante erfolgt die Zinszahlung jedes Jahr durch Überweisung auf ein Girokonto. Beim thesaurierenden Sparbrief werden die Zinsen erst zum Ende der Laufzeit mit dem angelegten Kapital ausgezahlt und bringen bis dahin Zinseszinsen.

 

Dabei führt selbst eine Schluss-Zinszahlung von mehr als 801 Euro (Grenze des Sparerpauschbetrags pro Person) nicht zur Zahlung von Abgeltungssteuer, wenn der Sparbrief auf den Namen des Kindes läuft und der Nachwuchs keine oder nur geringe andere Einkünfte hat.  Weitere Informationen zum Thema Steuern, Eltern und Kinder finden Sie im Beitrag "Finanzielle Vorsorge fürs Kind - Teil 2"


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