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Aktien verlieren bis zu 75% an Kaufkraft.

 

Sonntag, 23. Mai 2010:

Aktien: Bis zu 75% VerlustWer in den vergangenen zehn Jahren in Aktien investierte, erlebte eine regelrechte Schaukelpartie:

 

In der ersten Dekade des neuen Jahrhunderts kam es zu zwei Einbrüchen an den Börsen, die das deutsche Aktienbarometer Dax um bis zu 75 Prozent einbrechen ließen und denen deutliche Erholungen folgten. Dennoch notiert der Dax weit unter seinem bisherigen Höchststand und hat im Vergleich dazu etwa 25 Prozent an Wert verloren. Viele Anleger, die im Zenit des Optimismus im Jahr 2000 investierten, lecken sich bis heute die Wunden.

 

So schlimm das anmutet: Es ist nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn der Deutsche Aktienindex hat, in realer Kaufkraft gemessen, viel stärker verloren, als der Punktestand es annehmen lässt. Der Grund liegt darin, dass nicht nur der Dax, dessen Punktestand in Euro gemessen wird, an Wert verloren hat, sondern dass andere wichtige Waren und Anlagegüter deutlich

teurer geworden sind. Mit anderen Worten: Der

Aktienanleger hat nicht nur weniger Geld in der Hand,

er kann sich pro Geldeinheit auch weniger leisten.

Gegenüber Gold um 75 Prozent gesunken

 

Deutlich wird dies beim Vergleich mit der Preisentwicklung von Gold, das als Inflationsbarometer gilt. Zu Beginn des Jahres 2000 notierte das Edelmetall bei 300 US-Dollar pro Feinunze, aktuell liegt es bei fast 1.200 Dollar. Dies entsprach damals etwa 315 Euro, beim heutigen Wechselkurs kostet es rund 960 Euro. Bezieht man dies auf einen Dax-Stand von 8.000 im Jahr 2000, konnten Anleger quasi für „einen Dax“ 25 Feinunzen Gold „kaufen“ (8.000 geteilt durch 315 Euro). Heutzutage sind es nur noch gut sechs (6.000 geteilt durch 960). Damit hat der Dax gegenüber Gold über 75 Prozent an Wert verloren – weit mehr als der in Euro berechnete Wertverlust von 25 Prozent. Oder anders herum: Wer im Jahr 2000 den Dax verkauft und dafür Gold gekauft hätte, wäre jetzt im Besitz von 25 Feinunzen mit einem Wert von 24.000 Euro. Wer jetzt den Dax verkauft und dafür Gold einkauft, bekommt dafür einen Gegenwert von nur 6.000 Euro.

 

Ähnlich sieht es auch bei anderen Rohstoffen aus – etwa Kupfer. Anfang 2000 notierte das in vielen Produkten enthaltene Industriemetall bei einem Dollar das Pfund; derzeit liegt der Preis bei 3 Dollar. Wechselkursbereinigt „kauft“ ein Dax damit nun 2.500 Pfund Kupfer nach 7.700 Pfund vor zehn Jahren. Auch das entspricht einer realen Wertminderung von fast 70 Prozent. Etwas weniger dramatisch ist die Situation bei Rohöl, doch das muss nicht so bleiben. Im Jahr 2008 war der Ölpreis in Euro fast doppelt so hoch wie jetzt – und der reale Wertverlust des Dax betrug zu jener Zeit ebenfalls bis zu 70 Prozent.

 

Fazit: Anleger, die nur auf Indexstände schauen, erfassen nur die halbe Wahrheit und laufen Gefahr, mit Aktieninvestments reale Kaufkraft einzubüßen. Zudem kann nur eine breite Streuung des Kapitals auf Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle und Anleihen Wertverluste bei einzelnen Anlageklassen zumindest kompensieren.

 

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