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Floater:

Vor Kurskapriolen gefeit.

 

Mittwoch, 17. März 2010:

Floater: Immun gegen KursschwankungenSteigen die Zinsen, schlagen Anleiheinvestoren eher die Hände über den Kopf, statt vor Freude in die Luft zu springen. Mit variabel verzinslichen Anleihen (Floater)erzielen Sparer hingegen gerade in Zeiten ansteigender Zinsen eine ansehnliche Rendite.

 

Reich werden Anleger mit Bundesanleihen derzeit ganz bestimmt nicht. Wer jetzt dem Staat beispielsweise fünf Jahre einen Teil seines Vermögens anvertraut, kassiert gerade mal eine jährliche Rendite von mageren 2,2 Prozent – vorausgesetzt, die Anleihe wird bis zur Fälligkeit gehalten.

Aber auch Sparer, die vor dem Laufzeitende ihre Papiere veräußern möchten, sollten sich ein Engagement zweimal überlegen. Grund: Aufgrund der enorm hohen Liquidität im Markt und der Tatsache, dass der Konjunkturmotor langsam aber sicher seine Drehzahl erhöht, könnte die Inflationsrate schon bald die von der Europäischen Zentralbank anvisierte Marke in Höhe von „nahe, aber unter 2 Prozent“ überspringen.

Dass EZB-Chef Jean-Claude Trichet dann sehr zeitnah die geldpolitische Wende einläuten und die Zinsen anheben wird, ist zwar nicht sicher, aber wahrscheinlich.

 

Kräftige Leitzinserhöhung nicht ausgeschlossen

 

In welch rasantem Tempo die Leitzinsen nach oben oder nach unten geschraubt werden können, zeigt ein Blick in die jüngste Vergangenheit.

So senkten die obersten europäischen Währungshüter den Schlüsselzins von Anfang Oktober 2008 bis Anfang Mai 2009 um insgesamt 325 Basispunkte auf aktuell 1,0 Prozent. Sollte der Konjunkturmotor schneller Fahrt aufnehmen als derzeit erwartet, halten es die Volkswirte der Helaba durchaus für möglich, dass der Leitzins auf Sicht der kommenden drei Monate wieder auf 1,5 Prozent steigen wird.

 

Hebt die Europäische Zentralbank die Leitzinsen an, klettern auch die Renditen von festverzinslichen Wertpapieren, während die Kurse nachgeben. Am Rentenmarkt entwickeln sich Anleihekurse und Renditen systembedingt entgegengesetzt. Mit anderen Worten: Investoren, die sich jetzt Bundesanleihen ins Depot legen, sind falsch positioniert – ganz gleich, ob die Bonds bis Fälligkeit gehalten oder vorzeitig veräußert werden.

 

Floater: Immer auf dem Laufenden

 

Mit so genannten Floatern haben Anleger jedoch auch in Zeiten ansteigender Zinsen einen ruhigen Schlaf.

 

Dabei handelt es sich um variabel verzinsliche Schuldverschreibungen, deren Kupons laufend – entweder quartalsweise, halbjährlich oder alle zwölf Monate – an das aktuelle Marktzinsniveau angepasst werden. Der Referenzzins ist in der Regel der Euribor (European Interbank Offered Rate). Aktuell notiert der dreimonatige europäische Interbankenzinssatz bei 0,65 Prozent. Vorausgesetzt die Bonität des Emittenten bleibt stabil, ist die Gefahr von Kursverlusten aufgrund der regelmäßigen Zinsanpassung überschaubar.

 

Zusätzlich zur variablen Verzinsung sind Floater in der Regel mit einem über die Laufzeit hinweg konstanten Zinsaufschlag ausgestattet. Dabei gilt: Je schwächer die Bonität des Schuldners, desto höher der Zinsaufschlag – und umgekehrt. Zwar profitieren Anleger mit Floatern aufgrund der turnusmäßigen Anpassung an das jeweils aktuelle Marktniveau recht zeitnah von steigenden Zinsen. Wird der europäischen Schlüsselzins hingegen nicht angehoben, haben sie das Nachsehen. In diesem Fall fahren Anleger mit klassischen Anleihen in der Regel eine höhere Rendite ein.

 

 

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