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Die Zukunft des Euro.

Starke Währung zeigt Schwäche: Die Schuldenproblematik.

 

Dienstag, 23.02.2010:

Euro zeigt Schwäche, GriechenlandDie Angst vor einem Staatsbankrott im Euro-Raum setzte die Europäische Gemeinschaftswährung zuletzt kräftig unter Druck. Ein Ende der Währungsunion ist jedoch nicht zu befürchten.

 

Damit haben wohl die wenigsten Experten gerechnet. Seit Ende November brach die Europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar bereits um rund 11Prozent ein – und ein Ende des Abwärtstrends ist derzeit nicht in Sicht. Mit anderen Worten: Die Dollar-Schwäche 2009 ist der Euro-Talfahrt im laufenden Jahr gewichen. Der Grund der Euro-Schwäche ist vor allem die wachsende Divergenz im Euroraum – allen voran in Griechenland. Nachdem es die Hellenen mit ihren Staatsfinanzen bereits in der Vergangenheit nicht immer ganz so genau genommen haben, sorgten die Griechen Ende 2009 erneut für einen Eklat. Demnach kletterte das Staatsdefizit auf 12,7 Prozent der Wirtschaftsleistung – und damit auf einen rund doppelt so großen Stand wie ursprünglich angegeben.

 

Das Misstrauen wächst

Die Verbindlichkeiten in Portugal, Italien, Irland und Spanien sind ebenfalls aus dem Ruder gelaufen. Und zwar so sehr, dass darunter mittlerweile das Verrauen des gesamten Euro-Raums kräftig gelitten hat. Selbst ein Staatsbankrott wird nicht mehr ausgeschlossen. Folge: Immer mehr internationale Investoren kehren dem Euro den Rücken zu. „Die Unsicherheit über die Zahlungsfähigkeit Griechenlands und anderer Peripherieländer der Währungsunion hält an. Daher ist vorerst keine nennenswerte Erholung zu erwarten“, schreiben etwa die Währungsexperten der Commerzbank in einer Studie. Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, bläst ins gleiche Horn: „Der Druck auf den Euro wächst. Die EU muss jetzt alles unternehmen, um Griechenland und den Euro zu stabilisieren.“

 

Stützungsmaßnahmen wahrscheinlich

In der Tat wird derzeit fieberhaft nach einer Lösung gesucht, um die Schuldenproblematik der so genannten PIIGS-Staaten schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Das Problem: Grundsätzlich dürfen andere Mitgliedsländer nicht für die Schulden andere Staaten haften. Dies untersagt die „No-bail-out-Klausel“ aus Artikel 125. Demnach ist jedes Land selbst verantwortlich für seine öffentlichen Finanzen. Den Ausschluss eines Mitgliedsstaats aus der Währungsunion sieht der Vertrag ebenfalls nicht vor.

 

Denkbar wäre indes, dass eine Art Notfallfonds aufgelegt wird. Möglich wäre dies, wenn sich die Mitgliedsstaaten auf den Artikel 122 des Vertrags zur Arbeitsweise der Europäischen Union berufen. Demnach sind Hilfen bei Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Ereignissen, die sich der Kontrolle des verschuldeten Staates entziehen, erlaubt. Laut einem Spiegel-Bericht schnüren die Euro-Staaten derzeit bereits an einem Hilfsfonds mit einem Volumen von bis zu 25 Milliarden Euro.

 

Noch ist das Hilfspaket nicht in trockenen Tüchern – und ob es überhaupt umgesetzt wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass die Staatengemeinschaft alle möglichen Hebel in Bewegung setzen wird, um einen Staatsbankrott zu vermeiden. Denn unterm Strich würden die wirtschaftlichen und finanziellen Kosten einer Zahlungsunfähigkeit mit großer Wahrscheinlichkeit die Kosten einer ordnungsgemäßen Rettung übertreffen.

 

Gut möglich, dass der Euro wieder Fahrt aufnimmt, sobald sich die Lage rund um die PIIGS-Staaten beruhigt hat – und der Dollar erneut unter Druck geraten wird. Denn auch den USA macht die ausufernde Staatsverschuldung schwer zu schaffen. Laut einer Studie des Congressional Budget Office werden die Verbindlichkeiten von etwa 12 Billionen Dollar im vergangenen Jahr auf bis zu 21 Billionen Dollar in zehn Jahren in die Höhe schnellen. Gute Nachrichten für Dollar-Anleger hören sich anders an.

 

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